Als Veganer Nimmt Man Ab, Bleibt Gesund Und Wird Top Fit, Oder?!

Es ist einfach als Veganer abzunehmenIch lebe seit etwas sechs Jahren vegan und war davor schon einige Jahre Vegetarier. Ich esse, was mir schmeckt und fühle mich rund um fit und gesund. Manchmal denke ich daran, was ich in den ersten 26 Jahren meines Lebens so in mich hineinstopfte, bevor mein Leben vegetarisch wurde. Schon damals spürte ich, wie mir der Verzicht auf Fleisch zu mehr Lebensqualität verhalf. Als ich mich entschloss völlig auf tierische Produkte zu verzichten, traten weitere positive Veränderungen auf. Man kann ohne Probleme vegan abnehmen. Das Abnehmen stellt sich als positiver Nebeneffekt quasi von alleine ein.

Glaubst Du mir nicht, dass man als Veganer automatisch abnimmt?

Als ich mit Mitte 20 dachte nur Fleisch sei lecker, hätte ich ebenfalls nie gedacht, wie sich mein Leben ändern würde. Wie viele Energie ich plötzlich aufbringen kann und um wie viel besser meine Stimmung wurde. Heute im Jahr 2015 bin ich schlank und fit. Treibe mit Begeisterung Sport und brauche keine Diät, um mein Gewicht zu halten. Meine Frau kocht schmackhaft und abwechslungsreich. Ihre Rezepte begeistern unsere Gäste, unter denen viele keine Veganer sind. Wir essen viel Obst und Gemüse, unsere Ernährung ist ausgesprochen lecker.

Vegan abzunehmen ist eigentlich kein Thema bei uns, weil wir durch das vegane Essen schlichtweg nicht zunehmen. Unser Gewicht hat sich in kurzer Zeit bei einem Optimum eingependelt.

In meiner Jugend war ich ausgesprochen sportlich, aber bereits mit 22 stellten sich Probleme mit den Gelenken ein. Du kennst das vielleicht. Morgens braucht es seine Zeit, bis sich die Knie ohne knackende Geräusche bewegen lassen. Beim Joggen schmerzen die Füße und der Rücken meldet sich ebenfalls unangenehm. Ich ließ meine gewohnten Joggingrunden aus und nahm das Auto, statt weiter mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren. Insgesamt war ich recht lustlos. Ich schob dies auf den Stress in der Arbeit und die Trennung von meiner damaligen Freundin.

Einen Zusammenhang mit meiner Ernährung sah ich nicht, auch den kleinen Bauchansatz, der sich zeigte, war für mich kein Grund meine Ernährungsgewohnheiten zu ändern. Ich aß mit Genuss Fleisch und tierisches Fett. Brot ohne Butter war für mich unvorstellbar. Vermutlich würde ich heute das Doppelte wiegen und mich wie ein alter Mann fühlen, wenn ich nicht durch eine Wette zur vegetarischen Ernährung übergegangen wäre. Meine spätere Entscheidung vegan zu essen, erfolgte bewusst. Ich wollte nicht in erster Linie vegan abnehmen, für mich war der Schritt in ein veganes Leben die logische Konsequenz aus meinen Erkenntnissen, die die ich in dieser Zeit gewann.

Doch zurück zu der Wette. Ein Freund, der seit Jahren vegetarisch lebte, durfte mal wieder eine meiner Spottreden ertragen. Er musste sich anhören, dass ein echter Mann Fleisch ist und niemals den Tieren das Futter wegfrisst. Meine Rede endete mit dem dümmlichen Satz: “Obst und Gemüse müssen erst durch ein Schwein gegangen sein, um bei mir auf dem Teller zu landen.” Seine Reaktion auf diese höchst wissenschaftlichen Ausführungen war eine Wette.

Wie wurde ich zum Vegetarier und anschließend zum Veganer?

Er wettete, ein Steak zu essen, wenn ich es schaffen würde, sechs Monate vegetarisch zu leben. Um es kurz zu machen, ich habe die Wette gewonnen, aber nie auf deren Einlösung bestanden. Ich war selbst zu einem überzeugten Vegetarier geworden, denn ich merkte, wie gut mir der Verzicht auf Fleisch und Fisch bekam. Das wunderte mich und ich begann, mich mit gesunder Ernährung zu befassen. Dabei stieß ich auf Sachverhalte, die mir nie klar waren:

  • Um ein Kilogramm Fleisch zu erzeugen, benötigt man 16 kg Getreide (Quelle)
  • Die meisten Schadstoffe, die sich im Getreide ansammeln, verbleiben im Fleisch.
  • Wer ein Kilogramm Fleisch ist, belastet seinen Körper mit den Schadstoffen aus etwa 10 kg Getreide.

Das ist erschreckend und erklärt gleichzeitig, wieso ich mich durch den Verzicht auf Fleisch um so vieles besser fühlte. Gleichzeitig begann ich über tierische Erzeugnisse, wie Eier und Milch nachzugrübeln. Milch ist eine ausgezeichnete Nahrung für den Nachwuchs der eignen Art. Ein menschliches Baby benötigt die Milch seiner Mutter, ein Kalb die Milch einer Kuh. Ich bin weder ein Säugling noch ein Rindvieh. Wieso sollte Milch für mich ein gesundes und gutes Nahrungsmittel sein. Wieso sind Eier keine Lebewesen? Sie sind die Nachkommen von Vögeln.

Vor allen Dingen wurde mir klar, dass in Milch und Eiern ebenfalls die Gifte stecken, die das Tier beim Verzehr einer großen Menge Pflanzenkost aufnahm. Einige Berichte in der Presse über “Rindfleischberge” ließen in mir den Entschluss reifen, mich vegan zu ernähren. Selbst wenn der Markt kein Fleisch benötigt, werden Kälbchen geboren, damit deren Mütter Milch erzeugen. Eier stammen von Hühnern, die nach einem kurzen Leben geschlachtet und zu Tiermehl verarbeitet werden. Dieses ist das Futter für Schweine und Rinder.

Mein Widerwillen gegen alle tierische Erzeugnisse ist heute unüberwindlich. Damals vor 6 Jahren, fiel die Entscheidung, ab sofort nur noch vegan zu essen. Ein Entschluss, den ich nie bereut habe.

Christoph Maria Herbst hat ebenfalls sehr positive Eindrücke über sein Veganes Leben zu vermitteln, Abzunehmen, fit zu sein und gesund zu bleiben sind nur ein kleiner Ausschnitt daraus:

Der Unterschied machte sich in meinem Leben deutlich bemerkbar. Ich hätte es nie für möglich gehalten, wie sich mein Körper und meine Psyche verändern könnten, zumal ich ja ohnehin vegetarisch lebte. Ich nahm ab. Im Spiegel zeigte sich Verblüffendes.

Das Fett, das sich als dezenter Rettungsring um meinen Bauch angelagert hatte, verschwand. Dafür nahm die Muskelmasse eindeutig zu. Vegan abnehmen, heißt offensichtlich Fett abzubauen und Muskeln aufzubauen. Ich machte weder eine Diät, um abzunehmen, noch trieb ich bewusst mehr Sport. Da ich mich wohler und fitter fühlte, stieg meine Freude an der Bewegung. Ich liebte es wieder, das Fahrrad zu nutzen und zu joggen. Meine Entscheidung vegan zu leben fiel aus ethischen Gesichtspunkten, ich rechnete nicht damit, dass mein Körper auf die Umstellung derartig positiv reagieren würde. Dieser Sache wollte ich auf den Grund gehen.

Ist der Unterschied zwischen vegan und vegetarisch wirklich so groß?

  • Tierprodukte enthalten viele gesättigte Fette und Cholesterin. Ich denke nur an die Mengen Käse, die ich als Vegetarier vertilgt habe. Diese Stoffe begünstigen Arteriosklerose, das Blutfett verstopft die Adern. Meine Organe wurden immer schlechter durchblutet.
  • Weder Eier noch Milch enthalten Ballaststoffe, diese sind wichtig, um meine Verdauung in Schwung zu bringen. Abnehmen ist ohne eine gute Verdauung unmöglich.
  • Unmerklich sorgt die durch meine vegane Ernährung angeregte Verdauung für eine ständige Entgiftung meines Körpers. Klar, dass ich mich gesund fühle, wenn die körpereigenen Gifte sich nicht mehr anlagern. Die Folgen der Entgiftung spüre ich natürlich, das Entgiften geschieht ohne mein zu tun automatisch.
  • Ich esse viel Obst und Gemüse, in diesen stecken Antioxidantien. Diese schützen vor Arthritis und verschiedenen degenerativen Erkrankungen. Ich möchte nicht wissen, wie ich mit heute im Jahr 2015 fühlen würde, hätte ich nicht 2009 die Ernährung geändert.
  • Meinen Eiweißbedarf decke ich durch Sojaprodukte. Diese enthalten Isoflavone, eine Substanz, die Hormonen ähnelt. Sie schützt Frauen vor Brustkrebs, uns Männer vor Prostatakrebs und verbessert die Gesundheit der Knochen.

Heute ist mir klar, dass der scheinbar unbedeutende Schritt mich nicht nur vegetarisch, sondern auch vegan zu ernähren, einen großen Unterschied für meinen Körper bedeutet. Ich verzichte neben Fleisch auf zwei Lebensmittel, die äußerst ungesund sind. Auf Eier und Milch und somit auch auf Milchprodukte.

Auf meinen Speiseplan stehen weder tierische Fette noch tierisches Eiweiß. Das machte mich schlank und fit. Vermutlich wurde Dir seit Deiner Kindheit immer wieder überzeugend erklärt, wie gesund Milch ist. Du magst kaum glauben, dass dieses Lebensmittel ungesund ist.

Kennst Du diese Fakten?

Milch von der Kuh

  • In Ländern, in denen keine Milch konsumiert wird, kommt Osteoporose selten vor. Milch stärkt die Knochen offensichtlich nicht.
  • Grüne Pflanzen wie Spinat oder Grünkohl enthalten mehr Kalzium als Milch.
  • Viele Hauterkrankungen werden durch Milch begünstigt, wie drei Studien der American Journal of Dermatology belegen.
  • Milch enthält ausschließlich gesättigte Fette.
  • Sie bringt durch einen Schleim das Verdauungssystem durcheinander.

Viele Verdauungsprobleme und Hautprobleme beruhen auf dem Konsum von Milch, nicht nur bei Laktoseintoleranz. Sicher hat dieser Umstand zu einem großen Teil dazu beigetragen, dass ich mich heute um so vieles besser fühle, als zu den Zeiten, als ich mich vegetarisch aber nicht vegan ernährte. Es wundert mich nicht, dass vegan abnehmen so leicht ist. Ich konsumiere keine Milch, einen Käse, keinen Joghurt und keine Sahne und damit automatisch keinerlei tierische Fette.

Meine Frau sagte mir, das größte Problem sei immer Rezepte ohne Ei zu finden, dabei seien besonders Eier extrem ungesund. Es ist nur zu bekannt, dass seit Jahren Ärzte Patienten mit erhöhten Cholesterinwerten raten auf Ei zu verzichten.

Doch wie ungesund sind Eier eigentlich?

  • Sie enthalten sehr viel Cholesterin. Ein Ei deckt den gesamten Tagesbedarf. Da Du die Substanz über andere Nahrungsmittel ebenfalls zu Dir nimmst, ist diese Menge bedenklich. Mit anderen Worten, mit einem Ei hast Du schon zu viel Cholesterin zu Dir genommen.
  • Ein großes Ei deckt 15% des Tagesbedarfs eines Erwachsenen an Eiweiß. Klingt gut, ist es aber nicht. Zusammen mit pflanzlichem Eiweiß läuft man Gefahr, zu viel Eiweiß zu sich zu nehmen.
  • -Sofern es keine Bio-Eier sind, nimmst Du mit einem Ei einen netten Cocktail unterschiedlicher Chemikalien zu dir.

Eier sind im Großen und Ganzen nicht ungesund, aber Nährstoffbomben. Sie sollen den Embryo in wenigen Wochen zu einem Küken heranwachsen lassen.

Ich fühle mich fitter und gesünder als mit 30, obwohl ich bald 40 werde. Überlege dir, ob Du weiter Allesesser bleiben möchtest und Dich täglich davor scheust auf die Waage zu steigen. Hier eine kleine Rechnung:

Du brauchst pro Tag 2.000 kcal, sollst etwa 50 g Eiweiß und 70 g Fett zu Dir nehmen. Mehr schadet Deinen Nieren und Deiner Figur. Ein Ei von 63 g enthält 7,5 g Fett und 7,5 g Protein. 50 g Käse enthalten etwa 10 g Protein und 15 g Fett. Du hast nach einem Frühstück mit einem Ei und einem Käsebrötchen schon 35 % Deines Tagesbedarfs an Protein und 15 % Deines Fettbedarfs zu Dir genommen. Mich wundert es nicht, wieso vegan abnehmen so leicht ist und warum ich es als Vegetarier nicht schaffte abzuspecken.

Kleines Kueken schützt das Ei

Wie erwähnt, ich bin aufgrund einer Wette zum Vegetarier geworden und aus ethischen Gründen zum Veganer. Dabei habe ich entdeckt, wie gut mir die vegane Ernährung tut. Es hat mich selbst überrascht, wie viel und wie leicht ich abgenommen habe.

Es gibt sicher nicht viele Männer in meinem Alter die von sich behaupten können mit fast 40 Jahren fitter und gesünder zu sein, als mit 30 Jahren. Vielleicht ist das der Grund für meine gute Laune ;-)